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"Steine sind unser Feind."

AXION 960 TERRA TRAC

as Lohnunternehmen Thomsenland ist Pionier im Bereich der Gülleverschlauchung.

"Steine sind unser Feind."

AXION 960 TERRA TRAC

as Lohnunternehmen Thomsenland ist Pionier im Bereich der Gülleverschlauchung.

Das Lohnunternehmen Thomsenland ist Pionier im Bereich der Gülleverschlauchung.

Die Technik wurde immer weiter perfektioniert und ist heute gefragter denn je.

Als Lohnunternehmer Holger Thomsen im Jahr 1999 damit begann, Gülle nicht mehr per Fass, sondern mit Industrieschläuchen und Pumpen auszubringen, ahnte er wohl selbst noch nicht, wie erfolgreich sein System der Gülleverschlauchung einmal sein würde. Schließlich hatten seine Kunden damals nicht nach dieser Technik gefragt. Und nach den ersten Einsätzen waren die Reaktionen auch eher gemischt.

„Die Idee kam von uns“, erzählt Junior-Chef Marwin Thomsen. Seinen Vater wurmte schon lange, dass man vor allem im Frühjahr mit den schweren Güllefässern oft viel zu spät auf die Wiesen und Getreideflächen kam. Das Lohnunternehmen Thomsenland liegt in Uphusum, im äußersten Nordwesten Schleswig-Holsteins. Neben leichteren Geestböden sind hier schwere Marschböden verbreitet, die nach den meist intensiven Winterniederschlägen nur langsam abtrocknen.

Senior-Chef Holger Thomsen kannte das System der Verschlauchung aus den Niederlanden. Da es in Deutschland keine entsprechende Technik gab, baute er die benötigten Schlauchtrommeln, Pumpen und das erste 24-m-Backpack-Gestänge speziell für die Verschlauchung kurzerhand selbst zusammen und startete mit der damals ungewöhnlichen Dienstleistung.

Der AXION TERRA TRAC hat sich bewährt. Er bleibt immer in der Spur und schont den Boden.

250.000 Kubikmeter Gülle verschlaucht

Heute ist das Angebot der Gülleverschlauchung ein wichtiges Standbein für das Lohnunternehmen mit seinen 30 Mitarbeitern. Etwa 250.000 Kubikmeter Gülle werden pro Jahr verschlaucht, vor allem für die zahlreichen Milchvieh- und Biogasbetriebe der Region. Auch im benachbarten Dänemark ist die Technik sehr gefragt. „Wir haben beim Verschlauchen Arbeit bis zum Abwinken“, fasst Marwin Thomsen die Nachfrage zusammen, „obwohl mittlerweile auch mehrere benachbarte Lohnunternehmen diesen Service anbieten.“

Bei Thomsenland sind deshalb inzwischen drei Gespanne zur Verschlauchung im Einsatz, zu denen jeweils ein Traktor mit Schleppschlauchgestänge, Schläuchen und Pumpe gehört. Zwei Gespanne sind für arrondierte Flächen, bei denen die Gülle direkt aus einem angrenzenden Güllelager verschlaucht wird.

Bis die 260-PS-Kreiselpumpe am Güllelager eingerichtet ist und die bis zu zwei Kilometer langen Schläuche verlegt und angeschlossen sind, kann es schon mal eine halbe Stunde dauern. Doch sobald die Anlage läuft, ist die Schlagkraft immens. Je nach Güllekonsistenz und benötigter Schlauchlänge kommt Thomsen auf bis zu 180 m3 Gülle pro Stunde. Das ist doppelt so viel wie bei der Ausbringung per Fass.

Auch mit dem dritten Gespann für hofferne Flächen erreicht das Lohnunternehmen solche Leistungen. Der komplette Eigenbau besteht aus einem 30 m3 Puffertank und bis zu acht Lkw als Zubringer mit Saug- und Überladekränen. Der große Vorteil besteht im schnellen Aufbau, Flächenwechsel sind in wenigen Minuten möglich.

In manchen Gegenden muss die Gülleverschlauchung auch Straßen überqueren.

Bodenschonend arbeiten

Die hohe Schlagkraft ist aber nach Erfahrung von Marwin Thomsen nur einer von vielen Vorteilen der Verschlauchung: „Wir kommen damit schon ab Mitte Januar in die Bestände und können die vom Kunden gewünschte Güllemenge pro Hektar sehr exakt ausbringen. Das sieht man den Beständen nachher auch an.“

Auch beim Thema Bodenverdichtung punktet der Lohnunternehmer mit dem System: „Wir fahren jede Spur im Bestand nur einmal, selbst am Vorgewende. Deshalb haben wir auch bei feuchten Bedingungen kaum Bodenschäden.“ Dazu trägt neuerdings auch ein AXION TERRA TRAC mit 355 PS bei, der nicht nur wegen des geringeren Bodendrucks ideal fürs Verschlauchen ist. Denn der mit bis zu 10 m3 Gülle gefüllte und entsprechend schwere Schlauch am hinteren Teil des Gestänges kann dem Traktor am Vorgewende leicht das Heck wegziehen. „Der TERRA TRAC bleibt aber immer voll in der Spur“, erzählt Marwin Thomsen. „Im elektronisch gesteuerten Kurvenmodus bleibt die Kraft zudem auch in Kurven immer auf beiden Laufbändern. Deshalb gibt es durchgehend ausreichend Zugkraft und keinen Schlupf.“

Trotz des Gülleschlauchs am 24 Meter breiten Verteilergestänge kann Thomsen am Vorgewende problemlos auf Anschluss fahren. Der Druck im Schlauch, der beim normalen Einsatz etwa 12 bar beträgt, kann bequem per Bordcomputer gesteuert werden. Auch das Abriegeln des Güllestroms ist vom Traktor aus möglich.

Etwa 250.000 m³ Gülle werden pro Jahr verschlaucht.

Erfahrung macht den Meister

Doch neben einer guten Technik zählt laut Marwin Thomsen noch ein ganz anderer Faktor beim Verschlauchen: Erfahrung. Fährt man zum Beispiel einen Bogen im falschen Winkel, kann sich der vier Zoll dicke Schlauch in sich verdrehen und Engstellen bilden. Der enorme Druck bringt den Schlauch dann leicht zum Platzen. „Wir hatten schon Güllefontänen, die fast 50 Meter hoch waren“, erzählt Marwin Thomsen.

„Unser größter Feind sind die scharfen Flintsteine“, berichtet er weiter. „Die ritzen die Gummihülle und das darunterliegende Schlauchgewebe an. Das merkt man aber erst, wenn es zu spät ist.“ Die steinfreien Flächen der Stammkunden kennt er mittlerweile. Unbekannte Flächen von Neukunden werden erst auf Steinbesatz kontrolliert. „Finden wir Steine, fahren wir da erst gar nicht rein“, sagt Thomsen.

Die Reinigung der Schläuche nach jedem Einsatz ist einfach: Die letzten zehn Kubikmeter im Schlauch werden einfach mit Luft oder zusätzlich mit einem Ball herausgepresst. Ein sehr umweltfreundliches Verfahren. Denn die Fahrer starten den Luftstrom erst dann, wenn die verbleibende Güllemenge noch vollständig auf der Spurlänge verteilt werden kann. Unerwünschte Güllelachen lassen sich so vermeiden.

Marwin (li.) und Holger Thomsen haben bereits vor 20 Jahren mit der Gülleverschlauchung begonnen.

Kunden schätzen das Verfahren

Die Technik für die Verschlauchung von Gülle kostet im Vergleich zu einem größeren Güllefass etwa 30 Prozent mehr. Laut Marwin Thomsen wissen die Kunden aber die vielen Vorteile des Systems zu schätzen und sind deshalb gerne bereit, den Aufschlag zu zahlen. „Als wir vor 20 Jahren mit dem Verschlauchen anfingen, waren noch die Hälfte der Kunden skeptisch“, sagt Junior-Chef Thomsen, „heute sind es vielleicht zwei von hundert.“


Kontakt: marcel.wieditz@claas.com