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Die CLAAS Weltenbummler

Von Deutschland nach Australien.

Zwei junge Landmaschinenexperten tauschen ihren Arbeitsplatz. Raus aus der deutschen, rein in die australische Provinz finden sie sich in der CLAAS Welt weit entfernt von der Heimat sehr gut zurecht.

Die CLAAS Weltenbummler

Von Deutschland nach Australien.

Zwei junge Landmaschinenexperten tauschen ihren Arbeitsplatz. Raus aus der deutschen, rein in die australische Provinz finden sie sich in der CLAAS Welt weit entfernt von der Heimat sehr gut zurecht.

Wenn nicht jetzt wann dann?

Das dachte wohl Christoph Klemm, als er im CLAAS Händlerportal CLAAS Partner.Net  auf die Ausschreibung gestoßen ist.

Ein Arbeitsplatz in Australien – das erschien dem 23-jährigen Landmaschinenmechatroniker aus Sachsen mehr als attra­k­­tiv, zumal die positiven Erinnerungen eines langen Aus­tralien-Urlaubs noch frisch waren. Mit seinem Arbeit­geber, der CLAAS LTZ Chemnitz, wurde er schnell einig, seine Bewerbung bei CLAAS hatte Erfolg. Und so hob Klemm am 31. August 2019 ab in Richtung Down Under. Ziel war der kleine Ort Esperance in Western Australia und dort das CLAAS Harvest Centre.

Vorführmaschine aus Esperance auf dem Weg zum Einsatz.

Nur einen Monat später packte Nils Schünemann aus Bad Gandersheim seine Koffer. Im Gepäck hatte er einen Meisterbrief als Landmaschinenmechaniker und einige Jahre Berufs­erfahrung mehr als sein jüngerer Kollege aus Frauenstein. Mit 28 Jahren hatte Schünemann bereits die verantwortungsvolle Aufgabe des stellvertretenden Werkstattleiters bei der Hilmer GmbH Landtechnik in Moringen übernommen. Auch hier fanden Schünemann und sein Arbeitgeber eine gute Lösung, immerhin musste das Unternehmen drei Monate auf seinen Mitarbeiter verzichten. „Ich hatte die Wahl zwischen Neuseeland und Australien“, erinnert sich Schünemann. „Ich habe es nicht bereut, mich für den fünften Kontinent entschieden zu haben. Das war der Trip meines Lebens.“ Sein vorübergehender Arbeitsplatz war das Claas Harvest Centre in Lake Bolac, ein 330-Seelen-Ort im west­lichen Distrikt von Victoria.

Weite Wege zu freundlichen Menschen

Christoph Klemm und Nils Schünemann sind sich in Australien nie begegnet, denn zwischen Esperance und Lake Bolac liegen 2.600 Kilometer. Doch ihre Erfahrungen ähneln sich. Beide waren während des deutschen Winters in Australien, dann stehen dort die Mähdrescher in den Startlöchern für die bevorstehende Ernte. Bis dahin müssen die Maschinen fit gemacht, die ein oder andere auch noch ausgeliefert werden. Stress pur auf dem Acker und in der Werkstatt, könnte man vermuten. Aber „die Australier sind sehr viel entspannter“, sagen beide Claas Mitarbeiter übereinstimmend. „Die Abläufe sind im Prinzip zwar die gleichen wie bei uns“, erläutert Schünemann. „Die Wege zum Kunden sind aber oft sehr viel weiter, das kostet Zeit. Meine längste Anfahrt zu einem Kunden dauerte sieben Stunden durch einsame Gegenden, nicht immer gab es Handyempfang.“ 

Die beiden Sprinter waren als Werkstattwagen unterwegs.

„Entschleunigt, einfach, bescheiden“ sind die Adjektive, die Schünemann benutzt, wenn er die australischen Landwirte beschreibt. „Nicht so auf Biegen und Brechen“ ist ein weiteres Attribut. Gerechterweise müsse man sagen, dass die Erntefenster in Australien klimabedingt nicht so eng bemessen seien. „Kommt es also tatsächlich zu Problemen, bleibt der Mähdrescher ganz einfach ein paar Tage auf dem Acker stehen. Dafür arbeiten die anderen weiter, denn die Betriebe in Australien sind groß, die maschinelle Ausstattung entsprechend gut.“

Aus Straßen werden oftmals Schotterpisten. Die Betriebe oder liegengebliebene Maschinen in den Weiten der Äcker zu finden, ist nicht immer einfach. Lückenhafte Sprachkenntnisse fallen dann kaum noch ins Gewicht, denn es ist ohnehin niemand zu sehen, den man fragen könnte. „Dank GoogleMaps bin ich letztendlich doch immer ans Ziel gekommen“, erinnert sich Klemm. „Und selbst wenn es etwas länger gedauert hat, wird man vom Kunden freundlich empfangen.“

Mit dem LKW unterwegs auf den Pisten des "roten Kontinents", hier von Lake Bolac ins 250 km entfernte Hopetoun.

Die Fläche zählt

Die Farmen sind zwischen 4.000 und 20.000 Hektar groß, mit dem Lexion ist Claas gut auf den Betrieben vertreten. Auch aus anderen Baureihen finden sich stets die größten Ausführungen mit den größten Arbeitsbreiten. 12 Meter sind Standard. Im Anbau stehen hauptsächlich Weizen, Gerste und Raps, aber auch Lupinen und Linsen. „Trotz oder wegen der Größe ist der Ackerbau wesentlich extensiver als bei uns“, erläutert Schünemann. „Bestände werden in weiter Reihe gesät.“ „Oftmals ohne jegliche Bodenbearbeitung in die Stoppel der Vorfrucht“, so hat es Klemm kennengelernt. Extensiver als in Deutschland sind deshalb auch die Erträge. Rund 6 t Weizen und 4 t Raps, oftmals noch im Schwad geerntet, das sind Schünemanns Erfahrungen aus der Region Victoria.

Viel Wertschätzung für deutsche Qualität

Das australische „Laissez faire“ bedeutet nicht, dass die Arbeitsabläufe nachlässig organisiert sind. Der Standort in Lake Bolac beispielsweise verfügt über ein gut sortiertes Ersatzteillager. Der Weg zum nächsten Zentrallager in Melbourne ist in 2,5 Stunden gut erreichbar. Somit ist der Service effizient und schnell. In Esperance ist die Situation etwas komplizierter. Etliche Ersatzteile müssen in Melbourne geordert werden, das kann schon mal dauern. In der Region ist zudem der Konkurrenzdruck der Marken untereinander groß. „Im Mähdreschersegment ist Claas gut vertreten“, sagt Christoph Klemm, „Traktoren kommen jetzt auch etwas mehr.“ Die Maschinen werden stark beansprucht, weil die Erträge über die Fläche eingefahren werden. „Ein Mähdrescher läuft hier bis zu 5.000 ha pro Jahr“, so Klemms Erfahrung.

Zuverlässig ist nicht nur die CLAAS Technik, auch das Personal aus Deutschland wird von den Händlern und Landwirten gleichermaßen hochgeschätzt. „Das gehört ganz sicher zu meinen nachhaltigsten Eindrücken, die Wertschätzung für die gute Arbeit, die einem entgegengebracht wird“, urteilt Klemm. „Das deutsche Ausbildungssystem verschafft einem in Aus­tralien einen echten Vorsprung.“ Genauso hat es auch Schünemann erfahren. Der will im November wieder nach Australien und danach vielleicht wieder, solange es eben möglich ist. Vielleicht nimmt er sich dann deutsches Brot mit, denn das war tatsächlich das einzige, was er wirklich vermisst hat.

 

Kontakt: finn.petersen@claas.com