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Ring frei!

Profi-Fahrer gegen Profi-System.

Das war die Ausgangssituation für den CLAAS Lesertest, bei dem sich das neue CEMOS System für Traktoren gegen sechs technikbegeisterte Trends-Leser behaupten musste. Die Ergebnisse beeindruckten beide Seiten.

Ring frei!

Profi-Fahrer gegen Profi-System.

Das war die Ausgangssituation für den CLAAS Lesertest, bei dem sich das neue CEMOS System für Traktoren gegen sechs technikbegeisterte Trends-Leser behaupten musste. Die Ergebnisse beeindruckten beide Seiten.

„Ich will hier gewinnen, das ist ja wohl klar“,...

...sagt Tim Kalka entschlossen und steigt auf den bereitstehenden AXION 870 für seine erste Testfahrt.

Kalka ist einer von sechs Trends-Lesern, die sich messen möchten mit dem neuen CLAAS CEMOS für Traktoren.

Dabei geht es um die Frage: Kann ein digitales Assistenzsystem einen guten Fahrer noch besser machen, indem es laufend alle Parameter fürs Ackern systematisch prüft und aufeinander abstimmt?

Das Testfeld: Jeder Testfahrer fährt einmal mit eigenen Einstellungen und ein zweites Mal in der nächstanliegenden Spur mit den Vorschlägen des CEMOS Systems. Zwischen den Spuren ist bewusst Platz gelassen, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten.

Die Aufgabe, die es zu lösen gilt, ist klar definiert. Auf einem Schlag der Agrarproduktions- und Handelsgesellschaft Hinsdorf im südlichen Sachsen-Anhalt soll eine bereits flach gegrubberte Getreidestoppel 23 Zentimeter tief gegrubbert werden. Ein Arbeitsschritt, der in der trockenen Region durchaus üblich ist, um eine Pflugfurche zu sparen. Dafür steht ein AXION 870 mit 295 PS und ein Grubber mit 4,6 Meter Arbeitsbreite bereit.

Jeder Testfahrer fährt einmal mit eigenen Einstellungen und ein zweites Mal mit den Vorschlägen des CEMOS Systems. Dabei können verschiedenste Variablen angepasst werden, von der Ballastierung über den Reifendruck und die Motordrückung bis zur Aktivierung der Differenzialsperre. Während die Fahrer nach Gefühl und Erfahrung vorgehen, macht CEMOS für jeden Einstellungsschritt konkrete Vorschläge, die von Fahrer bestätigt oder abgelehnt werden können.

DLG testet mit

Für objektive Testbedingungen sorgt Georg Schuchmann vom Testzentrum Technik und Betriebsmittel der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG). Er misst bei jeder Testfahrt Geschwindigkeit, Kraftstoffverbrauch, Flächenleistung, Arbeitstiefe und -qualität. Auch der DLG-Experte hat sich bereits mit CEMOS auseinandergesetzt. Seine Einschätzung: „Nach meiner Erfahrung wählen viele Landwirte beim Ackern oft einen falschen Luftdruck oder eine ungünstige Ballastierung. Dass CEMOS hier Entscheidungshilfen gibt, ist bestimmt ein Vorteil. Wie groß der ist, das wollen wir heute messen.“

Georg Schuchmann, DLG, misst die Arbeitstiefe.

Die Fahrer konnten auch im CEBIS ihre Einstellungen selber festlegen.

Der Luftdruck wurde während des Tests genau kontrolliert.

Und dann geht es endlich los. Die Fahrer gehen die Sache hoch konzentriert an und nehmen sich viel Zeit für ihre Einstellungen. Es wird viel gegrübelt, ausprobiert und diskutiert. Man spürt den Ehrgeiz, besser als das System sein zu wollen. Und die Eindrücke der Fahrer ähneln sich nach ihren Arbeitseinsätzen ohne und mit CEMOS.

Hohes Niveau bei den Fahrern

„Der Boden ist schwerer zu bearbeiten als ich dachte“, berichtet Tim Kalka nach seiner Fahrt mit eigenen Einstellungen. „Aber ich glaube nicht, dass das System viel besser ist als ich.“ Sein Selbstbewusstsein kommt nicht von ungefähr. Er ist seit vielen Jahren Hauptfahrer beim Lohnunternehmen Warncke in Geestland bei Cuxhaven und sein Stamm-Traktor ist ein AXION 870.

Und er ist ehrgeizig. Bei Temperaturen von über 30 Grad schaltet er bei seiner Testfahrt ganz bewusst die Klimaanlage aus – um Kraftstoff zu sparen. Doch DLG-Tester Schuchmann sorgt für gleiche Testbedingungen und lässt ihn auch bei seinem Einsatz mit CEMOS Einstellungen ohne Klimaanlage fahren.

Nach seiner Fahrt mit CEMOS ist Kalka durchaus beeindruckt: „Das ist schon ziemlich gut gemacht. CEMOS schafft es wirklich, den Motor dauerhaft zu 100 % auszulasten. Das hat mich echt beeindruckt.“ 

Sein Chef Marco Warncke war überrascht von den Einstellungen, die ihm das System anbot: „CEMOS hat mir vorgeschlagen, die Unterlenker anzuheben, um das Gewicht des Grubbers zu nutzen. Das ist ja total sinnvoll. Aber darauf wäre ich nicht gekommen.“

Auch Lucas Muke war erstaunt über die hohe Arbeitsgeschwindigkeit und das Handling des Systems: „Mit CEMOS waren wir fast 1 km/h schneller unterwegs. Das hätte ich nicht gedacht, genauso wenig, wie einfach man die Einstellungen vornehmen kann.“

Die Fahrer wurden intensiv auf Traktor und Grubber eingewiesen.

Hochmotiviert gegen das System

Zweiter Testtag, neue Testfahrer, leicht abgewandelte Aufgabe: Mit einem 7-Meter-Grubber soll eine Stoppelfläche 15 Zentimeter tief bearbeitet werden. „Das ist in der Praxis natürlich nicht üblich“, erklärt Guido Hilderink, Produktmanager für Traktoren bei CLAAS und Gastgeber des Lesertests. „Aber wir wollen CEMOS ganz bewusst bei unterschiedlichen Bedingungen testen. Aber die notwendige Zugleistung soll an beiden Tagen etwa gleich sein.“

Gleich hoch ist auch die Motivation und das Know-how der nächsten Testfahrer. „Die sind alle verdammt gut“, ist Hilderink nach den ersten gemeinsamen Einstellungsfahrten beeindruckt. Doch auch umgekehrt zollen die Fahrer dem Assistenzsystem großen Respekt.

„Die Möglichkeiten des Systems sind echt überwältigend“, erzählt Michael Schottdorf nach seiner Fahrt mit CEMOS. „Die Differenzialsperre dazuzunehmen, auf die Idee wäre ich nie gekommen. Und dass sich der Motor soweit drücken lässt, hätte ich auch nicht gedacht.“

Auch Felix Geyer hat die extreme Motordrückung durch CEMOS überrascht. „Den Unterschied hat man bei der Überfahrt sofort bemerkt. Wirklich erstaunlich, was durch Elektronik noch machbar ist.“ Er hält den Einsatz des Systems vor allem auf größeren Flächen für sinnvoll. „Bei unseren kleinen Flächen kommen die Vorteile wahrscheinlich nicht so zum Tragen“, meint Geyer.

Arndt Kopczinsky könnte sich dagegen den Einsatz CEMOS für seinen Arbeitgeber sehr gut vorstellen. „Das System spart bei der Arbeit, Zeit und Diesel. Und das ist letztlich bares Geld für jeden Betrieb.“ Gerade für Aushilfen und weniger technikversierte Fahrer sieht er dafür großes Potenzial: „Hier lässt sich die Effizienz mit CEMOS deutlich verbessern. Aber selbst die besten Fahrer können mit dem System noch etwas dazulernen“, ist Kopczinsky überzeugt.

Bares Geld für jeden Betrieb

Bleibt die Frage, wer an den beiden Tagen als Sieger vom Acker ging. Das Testteam der DLG um Georg Schuchmann kam bei der Auswertung zu folgendem Ergebnis: Keinem Fahrer gelang es, CEMOS zu schlagen, und niemand arbeitete sparsamer als das System. Gleichzeitig konnten 80 % der Teilnehmer ihre Flächenleistung steigern. Das galt auch für den dritten Tag, als vier internationale CLAAS Kunden aus Frankreich, Dänemark und Polen das System auf die Probe stellten.

Guido Hilderink (links) hier zusammen mit Arndt Kopczinsky, ist begeistert von der Kompetenz der Testfahrer.

Einzelne Testfahrer konnten mit CEMOS bis zu 16,8 % Kraftstoff einsparen oder ihre Flächenleistung um bis zu 16,3 % steigern. Die Hälfte der Fahrer beurteilte die Arbeitsqualität mit CEMOS als gleich gut oder sogar besser. „Insgesamt waren die Unterschiede aber etwas geringer als erwartet“, erklärt DLG-Prüfingenieur Schuchmann. „Ich denke, das erklärt sich durch die hohe Kompetenz der Fahrer.“

„Wir hatten wirklich überdurchschnittlich gute Fahrer hier“, meint Produktmanager Hilderink dazu. „Aber wir konnten selbst diesen Profis mit CEMOS zeigen, wo im Ackerbau noch Einsparpotenziale bei den Traktor-Einstellungen liegen.“ Deshalb können vor allem Lohnunternehmen und Betriebe profitieren, die mit weniger geübten Fahrern arbeiten.

Ein weiteres Plus ist aus seiner Sicht, dass CEMOS den Fahrer bei den Grundeinstellungen des Anbaugerätes unterstützt, wie zum Beispiel beim Pflugeinsatz. Auch hier gibt es nach Meinung des Experten noch sehr große Reserven für die Betriebe, die Flächenleistung zu steigern und gleichzeitig den Kraftstoffbedarf und den Verschleiß zu verringern. „Doch auch mit CEMOS kann man die Gesetze der Physik natürlich nicht aushebeln“, meint der Traktor-Spezialist. „Aber ich sehe uns mit dem System an der Grenze dessen, was bei der Bodenbearbeitung rauszuholen ist.“

Die Testfahrer

Lucas Muke

Der 28-Jährige leitet mit seinem Vater einen 300-ha-Kartoffelbetrieb in Geeste bei Meppen. Angebaut werden vor allem Industriekartoffeln zur Chips- und Pommes-Herstellung. Mit CLAAS Traktoren ist er bestens vertraut: auf dem Betrieb sind zwei ARION und zwei AXION im Einsatz. Muke ist spezialisiert auf Pflanzenschutz, übernimmt aber auch Einstellungen zur Bodenbearbeitung für die Mitarbeiter. CEMOS kennt er in der Theorie, hat es aber noch nie praktisch genutzt. Sein Tipp: „Ich hoffe, ich schaffe ein Unentschieden.“

Tim Kalka

„Wenn ich etwas mache, dann mache ich es auch richtig“, ist Tim Kalkas Motto. Als festangestellter Fahrer des Lohnunternehmens Klaus Warncke in Geestland bei Cuxhaven ist er ein Vollprofi am Steuer. Er kennt sich aus mit allen Arbeiten, von der Bodenbereitung bis zur Ernte. Sein Stamm-Traktor ist ein AXION 870. Er kennt aber auch das Innenleben der Traktoren, da er regelmäßig in der Werkstatt mit anpackt. Mit dem CEMOS System fährt er zum ersten Mal. Er ist aber überzeugt, dass er mit seiner Erfahrung besser sein kann als das Assistenz-System.

Marco Warncke

Nachdem ein vorgesehener Testfahrer an Tag eins krankheitsbedingt absagte, sprang Marco Warncke spontan als dritter Fahrer ein. Eigentlich wollte er seinen Fahrer Tim Kalka nur aus Interesse an CEMOS begleiten. Warncke ist Junior-Chef des Lohnunternehmens Klaus Warncke und in dieser Position überwiegend mit organisatorischen Dingen beschäftigt. Dass er aber auch als Fahrer sein Handwerk versteht, stellte der 31-Jährige im Wettbewerb eindrucksvoll unter Beweis.

Felix Geyer

Als einziger Testfahrer betreibt Felix Geyer Landwirtschaft im Nebenerwerb. Gemeinsam mit seinem Vater bewirtschaftet er einen 100 ha-Ackerbau- und Grünlandbetrieb in Büdingen, östlich von Frankfurt. Weitere Ausnahme: Er fährt als einziger Testfahrer keinen CLAAS Traktor. Auch große Schläge ist er aus der hessischen Heimat nicht gewohnt. Dennoch ist der passionierte Ackerbauer sehr zuversichtlich und sagt: „Ich denke, ich kann das System schlagen.“

Michael Schottdorf

Der 25-jährige Franke aus Waizenbach bei Hammelburg bringt trotz seines Alters reichlich Technikerfahrung mit. Er ist technischer Leiter auf einem 120-Hektar Bio-Betrieb mit drei CLAAS Traktoren, die er selbst fährt und wartet. Außerdem unterrichtet er als Dozent für Landtechnik angehende Nutzfahrzeugtechnikmeister. Auf den kleinteiligen Strukturen des Betriebs werden keine digitalen Anwendungen genutzt. Trotzdem sieht er sich beim Vergleich mit CEMOS „auf Augenhöhe“.

Arndt Kopczinsky

Mit 24 Jahren gehört Arndt Kopczinsky zu den jüngsten Teilnehmern im Feld. Dennoch bringt er viel Landtechnik-Know-how mit. Neben seinem Studium des Agrarmanagements arbeitet der Landwirtschaftsmeister in Vollzeit für ein Lohnunternehmen im Landkreis Schaumburg und behält dabei immer das große Ganze im Blick. Dazu gehört für ihn auch der wirtschaftliche Einsatz von Traktoren. Deshalb interessiert er sich besonders für das CEMOS System. Beim Vergleich auf dem Acker geht er von einem hauchdünnen Vorsprung für das Assistenzsystem aus.