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Maisernte auf Samtpfoten

JAGUAR TERRA TRAC

Das Lohnunternehmerpaar Nicole und Nico Wartzack gehörte zu den ersten Käufern eines JAGUAR 960 TERRA TRAC. Nach drei Einsatzwochen in der Maisernte 2018 ziehen sie eine erste Bilanz.


Maisernte auf Samtpfoten

JAGUAR TERRA TRAC

Das Lohnunternehmerpaar Nicole und Nico Wartzack gehörte zu den ersten Käufern eines JAGUAR 960 TERRA TRAC. Nach drei Einsatzwochen in der Maisernte 2018 ziehen sie eine erste Bilanz.


Dass beim Feldeinsatz neuer Maschinen immer mal wieder Passanten zuschauen...

...ist für Nico Wartzack und seine Fahrer nichts Neues. Doch der Auflauf, den sein frisch gekaufter JAGUAR 960 TERRA TRAC zum Start der Maisernte auslöste, 

verblüffte ihn dann schon: „Da hätten wir ´ne Würstchenbude aufstellen können, so viele Leute waren da unterwegs.“ Was die vielen Zaungäste in den Bann zog, war der weltweit erste Feldhäcksler, der werksseitig auf Laufbändern unterwegs ist – eine Technik, die etwa beim CLAAS LEXION Mähdrescher schon seit 20 Jahren erfolgreich genutzt wird. Nico Wartzack musste deshalb nicht lange überlegen und unterschrieb als erster Kunde auf der Agritechnica 2017 einen Kaufvertrag für den neuen JAGUAR TERRA TRAC.

Schließlich passte die Maschine auch perfekt in sein Konzept für das Lohnunternehmen Bahnsen-Reh, das Warzack gemeinsam mit seiner Frau Nicole führt. Denn den Maschinenpark des Unternehmens richtet er schon seit etwa drei Jahren konsequent auf maximale Bodenschonung aus. „Das wird hier bei uns immer mehr zum Thema“, erzählt Wartzack, „der unglaublich nasse Herbst 2017 hat das ja nochmal eindrucksvoll bestätigt.“

Die Bodenschonung wird mit Reifendruckregelanlage und Tridemausstattung auch bei den Abfuhrfahrzeugen konsequent umgesetzt.

Volle Bodenschonung

Deshalb hat er inzwischen fast alle seiner insgesamt 25 Traktoren mit einer Reifendruckregelanlage ausgestattet. Auch bei der Gülle- und Substratausbringung, einer der Schwerpunkte von Bahnsen-Reh, achtet er auf besonders bodenschonende Technik. So war es für ihn nur eine Frage der Konsequenz, auch bei der Mais- und Grasernte voll auf Bodenschonung zu setzen. Schließlich häckselt er pro Jahr etwa 7.000 Hektar Mais und erntet Gras auf weiteren 10.000 Hektar.



Dafür ist der JAGUAR TERRA TRAC aus Sicht von Wartzack ideal geeignet. Denn mit 2,24 m Aufstandslänge pro Lauf­band verteilt sich das Gewicht der Maschine mit der Bandbreite von 735 mm auf einer Fläche von 3,3 m2. Damit ist die Aufstandsfläche zweieinhalb Mal so groß wie bei einer Bereifung 800/70 R 38 mit 1,2 bar Reifendruck im Vergleich zum JAGUAR TERRA TRAC von umgerechnet 0,6 bar Reifendruck (der gemessene Bodendruck wurde von der FH Kiel in Reifendruck umgerechnet, um eine Vergleichbarkeit darzustellen). Um das Paket zur Bodenschonung rund zu machen, entschied sich Wartzack zusätzlich für eine Reifendruckregelanlage an der Lenkachse und ergänzte das Häckselpaket noch um drei CARGOS Transportwagen mit Tridemachse und Hundeganglenkung.

Praxiseinsatz bestanden

Aber wie macht sich die über 600 PS starke Maschine nun tatsächlich im praktischen Einsatz? „Bestens“, sagt Wartzack nach den ersten 850 ha im Mais. „Vor allem läuft der TERRA TRAC deutlich ruhiger als eine Radmaschine.“ Das erklärt sich schon allein durch die Länge des Raupenlaufwerkes, das selbst über tiefe Furchen und andere Bodenunebenheiten einfach hinwegfährt. Hinzu kommen eine hydropneumatische Federung und eine Pendelaufhängung der beiden Laufbänder, die zusätzlich zu diesem besonderen Fahrkomfort beitragen.

„Die große Laufruhe macht sich auch beim Maisgebiss bemerkbar. Das wird im Einsatz einfach sehr stabil geführt“, bestätigt Christian Skrypski, Häckslerfahrer und einer von 56 festangestellten Mitarbeitern von Bahnsen-Reh. Kleine Einschränkungen sieht er bei der Wendigkeit, da der TERRA TRAC rund einen Meter länger ist als eine vergleichbare Radmaschine. Aber in der Praxis ergeben sich daraus laut Skrypski keine Einschränkungen.

Bei den Laufbändern entschied sich Wartzack für die mittlere Breite mit 735 mm. Ein optimaler Kompromiss zwischen möglichst großer und damit bodenschonender Aufstandsfläche und Fahrten auf öffentlichen Straßen. Denn mit 3,29 m Breite ist sein JAGUAR 960 TERRA TRAC mit einer einmaligen Sondergenehmigung für alle Straßen zugelassen – und das mit einer Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h.

Auch bei den Straßenfahrten setzt sich die sehr stabile und komfortable Führung der Maschine durch das vollgefederte Raupenfahrwerk fort, wie Fahrer Skrypski bestätigt: „Mir gefällt das ganze System sehr gut. Da könnt´ ich mich dran gewöhnen. Und der zusätzliche Meter Länge ist mir nach drei Tagen gar nicht mehr aufgefallen.“

Das Lohnunternehmen Bahnsen-Reh häckselt pro Jahr etwa 7.000 Hektar Mais und erntet Gras auf weiteren 10.000 Hektar.

Die Eindringtiefe der Laufbänder ist durch die große Aufstandsfläche i. d. R. deutlich geringer als bei einer Radmaschine.

Gutes Argument für den Kunden

Bezüglich der Bodenschonung sieht Nico Wartzack schon jetzt einen großen Unterschied zwischen Raupensystem und Radmaschinen: „Die Eindringtiefe der Laufbänder ist wirklich deutlich geringer als bei den Rädern, obwohl wir ja dieses Jahr überwiegend trockene Böden haben. Bei Geradeausfahrten sieht man fast gar keine Eindrücke mehr.“

Sehr viel verspricht er sich auch vom Einsatz des TERRA TRAC bei der Grasernte. „Hier haben viele Kunden Angst, dass wir mit den großen Maschinen was kaputt­fahren.“ Mit seinem bodenschonenden Konzept aus Raupenantrieb, Traktoren mit Reifendruckregelanlage und CARGOS Transportwagen mit Hundegang hat er hier jetzt gute Argumente. „Besonders beeindruckt hat mich die Kurventechnik des TERRA TRAC Antriebs für das Grünland“, sagt Wartzack mit Blick auf die Grasernte 2019. So werden die vorderen Triebrollen der Laufbänder bei stärkerem Lenkeinschlag am Vorgewende automatisch angehoben, um Narbenschäden durch Scherkräfte zu vermeiden.

Das bisherige Kundenfeedback bestätigt Wartzack jedenfalls in seinem Kurs, den Fuhrpark auf bodenschonende Technik auszurichten: „Die sehen beim TERRA TRAC schon den Unterschied bei der Eindringtiefe, vor allem auf den schweren Marschböden.“ Zudem beobachtet er ein wachsendes Bewusstsein, dass verdichtete Böden Ertrag und damit Geld kosten. „Deshalb sind auch immer mehr Kunden bereit, für die bodenschonenden Maschinen einen Aufpreis zu zahlen.“

Mit der Investition in die TERRA TRAC Technik will er in der Region das Thema Bodenschonung in den Fokus stellen. Dabei spricht er vor allem die Betriebe an, die auf anmoorigen und damit sehr empfindlichen Böden arbeiten. Sein Kundenkreis reicht dabei von Schleswig-Holstein über das nördliche Niedersachsen bis nach Mecklenburg-Vorpommern. „Gerade für den feuchteren Norden bietet sich diese Technik einfach an“, sagt der Lohnunternehmer.

Wenn sich das Raupensystem auf Grünland so gut bewährt wie bei der Maisernte, ist auch schon absehbar, in welche Richtung sich seine Häckslerflotte von derzeit sieben Maschinen verändern wird: „Dann wird da mit Sicherheit noch der ein oder andere TERRA TRAC dazukommen. Das ist für mich klar.“

Kontakt: georg.doering@claas.com