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Einsatz in Eis und Schnee

ARION 640

Im Schwarzwald ist tiefster Winter. Wir statten dem Maschinenring Schwarzwald Baar einen Besuch ab und begleiten die Fahrer für einen Tag auf ihrem Winterdienst.

Einsatz in Eis und Schnee

ARION 640

Im Schwarzwald ist tiefster Winter. Wir statten dem Maschinenring Schwarzwald Baar einen Besuch ab und begleiten die Fahrer für einen Tag auf ihrem Winterdienst.

Halb vier Uhr morgens...

...das Telefon klingelt bei Rainer Schaber. Für den 46-Jährigen gelernten KFZ-Mechaniker bedeutet das Einsatz. 

Einsatz für den Maschinenring Schwarzwald Baar, der zuständig für den Winterdienst der Stadt Bad Dürrheim ist. Anhaltender Schneefall und überfrierende Nässe sorgen für eine kurze Nacht bei Rainer Schaber – er muss sofort los.

Der ARION 640 des Maschinenrings steht schon in der Halle bereit. Ausgerüstet mit einem 2,50 Meter breiten Schneepflug von Schmidt in der Front und einem Gmeiner Tracon Streuer im Heck geht es auf Tour, damit der morgendliche Verkehr seinen gewohnten Lauf gehen kann. Gewisse Strecken haben natürlich Vorrang, erklärt Schaber: „Zuerst stellen wir die Zufahrten zum Industriegebiet her, damit auch alle zur Arbeit kommen. Danach kümmern wir uns um die Steilstücke des Bergdorfs Öfingen, sodass die Anwohner sicher starten können.“ Je nach Witterung werden mit dem Wiegestreuer zwischen 10 und 30 Gramm Salz pro Quadratmeter gestreut. Bei starken Eisschichten dosiert der Fahrer Lauge hinzu, damit die Eisschichten langfristig gelöst werden. Der Streuer ist mit GPS-Funktion ausgestattet: „Wir haben die Maschine dieses Jahr neu gekauft. Mit ihr können wir genau nachvollziehen, wann und wie viel wohin gestreut wurde. Zusammen mit der Wiegefunktion können wir jetzt viel genauer dosieren“, erklärt Rainer Schaber.

Für die etwa 20 Kilometer lange Tour ist der ARION 640 rund fünf bis sechs Stunden unterwegs. Bei anhaltendem Schneefall bis zu drei Mal täglich.

15 Stunden Einsatz – keine Seltenheit

Für die rund 20 km lange Tour braucht Rainer Schaber etwa fünf bis sechs Stunden. Danach geht er Sprit, Salz und Lauge tanken. Wenn es, so wie heute, weiterhin schneit, löst ihn Markus Müller ab. Der ist ebenfalls 46, auch Kfz-Mechaniker und arbeitet Sommer wie Winter für den Maschinenring. Wenn das Wetter im Schwarzwald richtig Frost bringt, bedeutet dies viel Arbeit für die beiden Fahrer. Dazu Markus Müller: „Jeder von uns leistet in etwa 200 bis 300 Stunden Winterdienst – umgerechnet sind das rund 60 Einsatztage.“ Und die Tage können richtig lang werden – zusammen bringen die beiden Fahrer bis zu 15 Stunden Räum- und Streuzeit pro Tag auf die Uhr. Das ist sowohl für Fahrer, als auch Maschinen eine Belastungsprobe.

Der Winterdienst setzt dem Traktor schwer zu, erklärt Müller: „Obwohl der Schlepper jeden Herbst versiegelt und nach jedem Einsatz gewaschen wird, ist Rost nicht zu verhindern.“ Damit es an den Einsatztagen sofort zur Sache gehen kann, steht der Schlepper bei Rainer Schaber in der Halle. Dazu Müller: „Das spart uns ein Freiräumen des Traktors. Zudem ist die Gefahr des Versulzens des Diesels viel geringer. Ab Temperaturen von minus 17 Grad kann es schon mal kritisch werden.“ Um das zu vermeiden wurde am Schlepper nachgebessert. Der Dieselfilter ist jetzt beheizt – Probleme im Einsatz gibt es jetzt nicht mehr. Einen Vorschlag hätte Markus Müller noch, um die Arbeit sicherer zu gestalten: „Die Wischanlage des Schleppers könnte effektiver sein. Gerade beim Einsatz im Eis- und Schneetreiben kommt diese oft an ihre Leistungsgrenze. In unseren oft sehr engen Gassen und Wegen ist gute Sicht besonders wichtig.“

Salz und Lauge setzen den Traktoren auf diesen Wintertouren schwer zu. Regelmäßige Pflege ist für den Werterhalt der Maschine unerlässlich.

Salz und Lauge hinterlassen ihre Spuren

Ansonsten sind sowohl Fahrer, als auch der Geschäftsführer des Maschinenrings Rainer Hall sehr zufrieden mit dem Traktor: „Wir haben insgesamt drei ARION und einen AXION im Fuhrpark. Die drei ARION laufen als Leihschlepper – davon einer im Winterdienst und der AXION in Dauermiete bei einem Landwirt. Kleinere Probleme treten natürlich immer mal auf, aber das Gesamtpaket, das Claas für uns geschnürt hat, passt. Gerade in Kombination mit dem Winterdienst haben wir eine ausreichende Auslastung der Traktoren.“ Einen Rat hat Hall allerdings für alle Landwirte, die in das Geschäft einsteigen wollen: „Was nicht unterschätzt werden darf, ist der Wertverlust, den die Schlepper erleiden. Wir haben jetzt in drei Jahren rund 2.000 Stunden Winterdienst auf den ARION gefahren. Das ist nicht wirklich viel, aber der Einsatz in Salz und Lauge fordert seinen Tribut, und das sieht man dem Schlepper an. Ich kann jedem nur raten, seinen Winterdienst genau zu kalkulieren und den Wertverlust des Schleppers mit einzurechnen, damit die Rechnung am Ende auch aufgeht.“

Nach diesem Rat muss die Mannschaft aber schon wieder an die Arbeit. Neben den üblichen Dienstleistungen eines Maschinenrings, übernimmt die Mannschaft aus dem Schwarzwald zusätzlich Transporte mit 4 Lkw, betreibt die örtlichen Wertstoffhöfe, zwei Kompostieranlagen, Tankstellen und eine Ölpresse. Auch wenn der Schwarzwald im Winter einen beschaulichen Eindruck macht – Arbeit gibt es mehr als genug für den Maschinenring und seine Männer.

Kontakt: ulrich.gerling@claas.com