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Auswandern nach Pakistan.

Das zweite Leben des JAGUAR 850

Wir begleiten einen gebrauchten JAGUAR 850 von Sachsen-Anhalt, nach Pakpattan, Pakistan.

Auswandern nach Pakistan.

Das zweite Leben des JAGUAR 850

Wir begleiten einen gebrauchten JAGUAR 850 von Sachsen-Anhalt, nach Pakpattan, Pakistan.

Die pakistanische Milchwirtschaft entwickelt sich in den letzten Jahren rasant.

Dafür braucht sie – neben funktionierenden Produktions-, Aufnahme- und Verarbeitungssystemen sowie gut ausgebildeten Farmern – eben auch effiziente Maschinen.

Die bekommen die Betriebe nicht selten aus dem fernen Deutschland. Wir begleiten einen gebrauchten JAGUAR 850 von Sachsen-Anhalt, nach Pakpattan, Pakistan.

Adnan Iqbal ist General Manager beim pakistanischen Landtechnikunternehmen RAVI AGRIC. Das Handelshaus mit Sitz in der zweitgrößten Stadt des Landes, Lahore, hält in Zusammenarbeit mit internationalen Herstellern für den aufstrebenden landwirtschaftlichen Sektor Equipment bereit – von Mechanisierungslösungen für alle Aufgabengebiete einschließlich Service, Ersatzteilversorgung bis hin zu Beratung und Weiterbildung.

Adnan Iqbal (2. v. li.) bei der Schlüsselübergabe an die künftigen Fahrer des JAGUAR 850 im Betrieb von Muhammad Hassan.

Fragt einer seiner Kunden nach leistungsfähigen Schleppern oder Erntetechnik, dann weiß Herr Iqbal, wo er suchen muss. RAVI AGRIC ist CLAAS Importeur für Pakistan, und Adnan Iqbal pflegt seit vielen Jahren enge Kontakte zum deutschen Landtechnikspezialisten. Einmal im Jahr fliegt er nach Deutschland und besucht bei diesen Gelegenheiten immer auch die FIRST CLAAS USED Center. Hier – in den Niederlassungen für gebrauchte Traktoren, Mähdrescher, Feldhäcksler, Teleskoplader und Pressen – wird er stets fündig. Denn oft reicht die Auslastung seiner Kunden für eine Neumaschine (noch) nicht aus.

Zwischen Subsistenz und Großbetrieb

Pakistan ist eines der ärmsten Länder Asiens, immer wieder geschüttelt von wirtschaftlichen oder politischen Problemen. Doch die Landwirtschaft, einer der wichtigsten Wirtschaftsbereiche, wird moderner und entwickelt sich in hohem Tempo. So reicht bei den milchviehhaltenden Betrieben die Spanne von Subsistenzwirtschaften mit durchschnittlich drei Büffeln, die täglich 3 l Milch geben, bis hin zu modernsten Großbetrieben mit mehreren Tausend Tieren. In den Städten fragt eine wachsende Mittelschicht nach qualitativ hochwertiger Milch und Milchprodukten – da ist es kein Wunder, dass sich immer mehr Veredelungsbetriebe aufmachen, diesen Anforderungen zu entsprechen. Allein in den letzten zehn Jahren wurden in verschiedenen Regionen des Landes zahlreiche moderne Milchviehbetriebe aufgebaut. Sie produzieren mit innovativen Management- und Fütterungspraktiken, leistungsfähiger Tiergenetik und gut ausgebildeten Arbeitskräften.

Moderne Futtererntetechnik gehört logischerweise zu den ersten Investitionen, die solche Betriebe und ihre Zulieferer tätigen. Adnan Iqbal, der seine Kunden und deren Ansprüche kennt, sucht und findet auf Anfrage in den FIRST CLAAS USED Centern Hockenheim, Landsberg und Braunschweig passende, gebrauchte Häcksler. Das passiert natürlich nicht nur bei seinen alljährlichen Besuchen, sondern auch im digitalen Kontakt mit den CLAAS Mitarbeitern. Mittels Video-Telefonie können Herr Iqbal und sein Kunde aus Pakistan infrage kommende Maschinen besichtigen. Hat sich der Kunde entschieden, wird die Maschine gecheckt und nach Kundenanforderung instandgesetzt. Für solch eine Vorgehensweise braucht es viel Vertrauen, doch dank langjähriger Erfahrung und guter Zusammenarbeit haben sich die Handelspartner an den beiden Enden des eurasischen Kontinents eine solide Basis geschaffen.

Dank Doppelwandisolierung hält der ACTISILER 37 die Siliermittelkonzentrate länger kühl.

Zweites Leben am Indus

Eine der letzten CLAAS Maschinen, die den weiten Weg nach Südasien angetreten hat, ist ein JAGUAR 850. Nach 17 Jahren treuer Dienste in Süddeutschland wurde er dort durch einen nagelneuen 850 (Typ 496) ersetzt und kam nach Landsberg, Sachsen-Anhalt, ins FIRST CLAAS USED Center. Dort entdeckte ihn Herr Iqbal auf der Suche nach einem gebrauchten JAGUAR für einen langjährigen Kunden, wie er erzählt: „Herr Muhammad Hassan, ein engagierter Farmer, hatte auf seinem Betrieb im Südosten Pakistans bisher nur Weizen, Reis und Kartoffeln erzeugt. Nachdem im Distrikt Pakpattan aber immer mehr Milchviehbetriebe entstanden und damit der Bedarf an Silage wuchs, entschloss sich Herr Hassan, in diesem Jahr zum ersten Mal Mais anzubauen.“ Für die nötige Mechanisierung fragte er bei Adnan Iqbal nach. „Der Kunde hatte vorher noch keine CLAAS Maschine, aber nach einer Videobesichtigung hat er sich schnell entschieden“, erinnert sich Herr Iqbal: „Der Jaguar 850, zusammen mit einem Maisgebiss RU 450, passte haargenau.“

Von Landsberg über Hamburg nach Karachi und Lahore: Der in Hamburg eingeschiffte Häcksler erreicht den Hafen in Karachi und wird von da per Lkw in den Nordwesten, nach Lahore, transportiert.

Nach der Kaufentscheidung wurde die Maschine geprüft, instandgesetzt, für die Reise versandfertig gemacht und nach Hamburg zum Hafen gefahren. Per Schiff reiste sie nach Karachi, die quirlige Hafenstadt am Golf von Oman. Vom Schiff ging es auf einen Lkw, der fuhr den Häcksler 1.200 km quer durchs Land, bis kurz vor die indische Grenze, nach Lahore. Dort, am Firmensitz von RAVI AGRIC, wurde der weitgereiste JAGUAR vom Service-Team empfangen und zum Betrieb von Muhammad Hassan weitergeleitet, wo die Einweisung für die künftigen Fahrer wie auch eine Pre-Delivery-Inspection stattfanden. Beides liegt natürlich im Interesse sowohl von RAVI AGRIC wie auch des deutschen Verkäufers: Wenn sich ein Kunde für einen CLAAS JAGUAR entscheidet, erwartet – und bekommt – er auch nach Jahren noch eine Top-Performance und Zuverlässigkeit. Und um diese Eigenschaften abzurufen, muss er die Maschine genau kennen.

Letzte Tests bei der „Pre-Delivery-Inspection“

Fünf Tage nach der Ankunft nahmen die künftigen Fahrer bei einer symbolischen Übergabe stolz den Jaguar Schlüssel in Empfang. Sie hatten in den letzten Tagen Gelegenheit, die neue Maschine auf Herz und Nieren zu testen. Ebenso wie Muhammad Hassan sind sie begeistert von der professionellen, reibungslosen Abwicklung von Kauf und Lieferung. Der Häcksler wird seine zweite Karriere in Südasien hervorragend meistern, davon sind Herr Hassan, Herr Iqbal und im fernen Landsberg auch die Mitarbeiter des FIRST CLAAS USED Center überzeugt.

Wenige Tage später beginnt für den Jaguar der Ernst seines neuen Lebens: 300 ha Mais sind zu häckseln. Die Ernte verläuft reibungslos, der Ertrag liegt bei durchschnittlich 180 dt/ha. Muhammad Hassan ist sehr zufrieden mit der Performance seiner neuen Schlüsselmaschine und wird seine Anbaufläche für Silomais im kommenden Jahr auf 500 ha ausdehnen. Herrn Iqbal von RAVIC AGRI lässt er wissen, dass er CLAAS Maschinen künftig bevorzugt einsetzen möchte.


Kontakt: georg.doering@claas.com

Pakistan auf einen Blick

Pakistan, amtlich: Islamische Republik Pakistan, ist ein Staat in Südasien. Er grenzt im Süden ans Arabische Meer, im Südwesten an Iran, im Westen an Afghanistan, im Norden an China, im Osten an Indien.

Gegründet 1947 aus den mehrheitlich muslimischen Teilen Britisch-Indiens, ist Pakistan einer der ärmsten und am wenigsten entwickelten Staaten Asiens. Das Land ist mit 796.000 km2 gut doppelt so groß wie Deutschland und hat 216 Mio. Einwohner. Die Hauptstadt ist Islamabad. Die Volkswirtschaft des Landes ist stark landwirtschaftlich geprägt. Obwohl nur ein Drittel der Fläche landwirtschaftlich und nur ein Fünftel ackerbaulich nutzbar sind, sind über 40 % aller Erwerbstätigen in Land- und Forstwirtschaft, Fischerei und Jagd beschäftigt, der Sektor erwirtschaftet 19 % des Bruttoinlandsproduktes. Zur Nahrungsmittelerzeugung wird hauptsächlich Getreide angebaut, darüber hinaus auch Hülsenfrüchte und Obst wie Datteln und Bananen. Exportiert werden vor allem Baumwolle, Zuckerrohr und Tabak. Die Milchwirtschaft liegt zu 90 % in den Händen von Kleinbauern. Kommerzielle Agrarbetriebe mit Herdengrößen zwischen 20 und über 5.000 Tieren liefern nur 1 % der gesamten Milchmenge. Seit Anfang des Jahrtausends nehmen sowohl die Nachfrage nach Milch und Milchprodukten als auch das Angebot stetig zu. Die Regierung fördert diese Entwicklung.