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Die (R)evolution des TERRA TRAC

TERRA TRAC

„Das Bessere ist des Guten Feind.“ Dieses Sprichwort lässt sich getrost auch auf die Entwicklung der TERRA TRAC Raupenlaufwerke übertragen. Denn es gibt diese bodenschonende Technik schon seit über 20 Jahren, doch CLAAS hat sie im Verlauf der Jahre immer besser gemacht.


Die (R)evolution des TERRA TRAC

TERRA TRAC

„Das Bessere ist des Guten Feind.“ Dieses Sprichwort lässt sich getrost auch auf die Entwicklung der TERRA TRAC Raupenlaufwerke übertragen. Denn es gibt diese bodenschonende Technik schon seit über 20 Jahren, doch CLAAS hat sie im Verlauf der Jahre immer besser gemacht.


Die Ursprünge der Gummiraupenlaufwerke...

...führen sogar gut drei Jahrzehnte in das Jahr 1987 zurück, als CLAAS auf der Farm Progress Show in den USA den ersten Serienmähdrescher auf Gummivollraupen, einen COMMANDOR 116 CS, vorstellte. 

Für die amerikanischen Farmer war dieses Raupensystem, das CLAAS in enger Zusammenarbeit mit Caterpillar entwickelt hatte, revolutionär. Denn im Vergleich zur Radmaschinen reduzierte es die Bodendruckbelastungen enorm und im Vergleich mit den bis dahin bekannten Stahlraupen war es sogar straßentauglich. Allerdings kam der Mähdrescher mit diesem Vollraupenlaufwerk auf eine Gesamtbreite von satten 4,25 m. Für die Amerikaner kein Problem, doch ein Einsatz in Europa, wo max. 3,5 m Straßenbreite erlaubt sind, war damit ausgeschlossen.

Mit einer Gesamtbreite von 4,25 m war der Vollraupenmähdrescher für Europa nicht geeignet.

Generation I:

Start mit TERRA TRAC

Vor diesem Hintergrund entwickelten die CLAAS Ingenieure eine etwas kürzere Raupe, die sie – in Kombination mit einer luftbereiften Lenkachse im Heck des Mähdreschers – besser in das Chassis der Maschine integrieren und damit auf die Gesamtbreite von 3,50 m bringen konnten. Die ersten Versuche mit dieser Halbraupe starteten 1994, zunächst noch an einem MEGA Mähdrescher. Die Markteinführung folgte dann auf der Agritechnica 1997 mit der Vorstellung des TERRA TRAC der Generation I für den neuen LEXION 450. Bei dieser 1. Generation hatte das Laufwerk eine starre Anbindung an die Achse, und die Laufrollen aus Stahl waren mit aufgeschraubten Gummielementen ausgerüstet.

Doch damit war bereits der Grundstein für das erfolgreiche Konzept der TERRA TRAC Technik, wie wir es bis heute kennen, gelegt. Denn schon mit dieser ersten Generation kamen die Vorteile des Halbraupensystems zum Tragen: Weniger Bodenverdichtungen, bessere Befahrbarkeit feuchter Böden und die größere Traktion. Und dank der geringeren Baubreite war das neue Raupensystem nun auch in Europa für die Straßenfahrt zugelassen.

Beim TERRA TRAC Laufwerk der Generation I hatte das Laufwerk noch eine starre Anbindung an die Achse.

Generation II:

Federung über Gummielemente

2004 folgte das TERRA TRAC Laufwerk der Generation II. Es war erstmals mit einer maschinenseitigen Federung ausgerüstet. Die Federung bestand aus Gummielementen an der Achse und führte im Vergleich zur 1. Generation zu deutlich mehr Fahrkomfort sowie reduzierten Stoßbelastungen für die Maschine. Um den immer höheren Maschinengewichten Rechnung zu tragen, rüstete CLAAS die Generation II ab 2006 mit einem einteiligen, gegossenen Rahmen aus.



Generation III:

Hydropneumatische Steuerung

Währenddessen arbeiteten die CLAAS Ingenieure schon an der nächsten Entwicklungsstufe, dem TERRA TRAC Laufwerk der Generation III. Offiziell vorgestellt wurde es im Jahr 2011. Entscheidende Verbesserungen waren die optimierte Anordnung der Drehpunkte zwischen Triebrad, Laufrad und Stützrollen sowie eine hydropneumatische Federungstechnologie, denn alle drei Laufwerkskomponenten waren nun über Hydraulikzylinder mit integrierten Druckspeichern separat gefedert.

Auf diese Weise konnten die Stöße auf Karosserie und Maschinerie weiter reduziert und der Fahrkomfort noch einmal verbessert werden. Erstmals wurden nun sogar Transportgeschwindigkeiten bis 40 km/h möglich, und dies bei einem Fahrkomfort auf Lkw-Niveau. Schließlich bietet CLAAS die TERRA TRAC Laufbänder seit Einführung der Generation III auch in drei verschiedenen Breiten (653 mm, 735 mm, 890 mm) an, um so die unterschiedlichen betrieblichen Anforderungen erfüllen zu können. In Kombination mit dem 635-mm-Band bleiben die LEXION Mähdrescher je nach Typ unter 3,5 bzw. 3,3 m Fahrzeugbreite.

Beim Drehen am Vorgewende wird die Grasnarbe geschont.

„Vorgewendeschonung“ für den JAGUAR TERRA TRAC

Die Laufwerke der Generation III kommen nun auch im neuen JAGUAR TERRA TRAC zum Einsatz. Hier mussten die CLAAS Ingenieure allerdings zusätzlich die Lösung für ein ganz spezielles Problem entwickeln. Denn als „Ganzjahresmaschine“ soll der JAGUAR TT auch für die Grassilagebergung genutzt werden. Doch die Raupenlaufwerke haben systembedingt den Nachteil, dass es bei Kurvenfahrten zu Schereffekten kommt. Auf Grünland besteht somit die Gefahr, dass sie beim Drehen am Vorgewende die Grasnarbe beschädigen.

Als Lösung haben die Ingenieure zusätzlich die Funktion „Vorgewendeschonung“ in das Raupenlaufwerk des JAGUAR integriert. Diese Funktion wird bei Kurvenfahrten mit vorgebauter PICK UP automatisch aktiviert und sorgt dafür, dass die vordere Umlenkrolle des Laufwerks nach oben gezogen und zugleich das hintere Triebrad entlastet wird. Das führt zu einer Verkürzung der Raupenaufstandsfläche um rund ein Drittel. Auf diese Weise kann auch der JAGUAR TERRA TRAC wie eine Radmaschine durch die Kurven fahren, ohne dass es zu nennenswerten Grasnarbenbeschädigungen kommt.

So verfügt jetzt auch der JAGUAR über ein Raupenkonzept, das komplett in die Maschine integriert ist. Im Gegensatz zu den adaptierten Laufwerken anderer Hersteller, die nur für einen zeitlich begrenzten Einsatz unter schwierigen Bedingungen konzipiert sind, eröffnet die vollständige Integration in den Häcksler mehr Einsatzmöglichkeiten, um die Maschine rund ums Jahr bodenschonend einzusetzen und wirtschaftlich auszulasten. Außerdem kann auch der JAGUAR TERRA TRAC dank 3 m Breite und gefedertem Laufwerk komfortabel mit bis zu 40 km/h auf den Straßen umgesetzt werden. Beim Anbau der neuen ORBIS Maisgebisse (600 SD, 750, 900) mit integriertem Transportsystem sind zudem die Genehmigungsverfahren für die Straßenfahrt erheblich einfacher.

Kontakt: georg.doering@claas.com


Bei eingeschalteter "Vorgewendeschonung" wird die vordere Umlenkrolle des Laufwerks nach oben gezogen und zugleich das hintere Tribrad entlastet.