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Keine Kompromisse bei der Strohqualität

Einsatz von FINE CUT Stroh

Mit den Quaderballenpressen QUADRANT können je nach Bedarf unterschiedlichste Strohqualitäten hergestellt werden. Wir sind zu Besuch auf der Schwäbischen Alb bei einem Milchviehbetrieb, der diese Optionen zu nutzen weiß.

Keine Kompromisse bei der Strohqualität

Einsatz von FINE CUT Stroh

Mit den Quaderballenpressen QUADRANT können je nach Bedarf unterschiedlichste Strohqualitäten hergestellt werden. Wir sind zu Besuch auf der Schwäbischen Alb bei einem Milchviehbetrieb, der diese Optionen zu nutzen weiß.

Der Betrieb der Familie Bosch liegt in Geislingen an der Steige in Baden Württemberg...

...700 Meter hoch mit 900 mm jährlichem Niederschlag. Laut Matthias Bosch, dem 36-jährigen Agraringenieur und Betriebsleiter, ein typisches Spätdruschgebiet. Hier bewirtschaftet die Familie rund 135 ha, davon 70 ha Grünland und 65 ha Ackerfläche.

Für seine 160 Kühe plus Nachzucht lässt Matthias Bosch jedes Jahr ca. 700 Ballen von der Schlaiß GbR pressen.

Für ihre 160 Milchkühe im Boxenlaufstall, mit Nachzucht auf Tiefstreu, werden pro Jahr etwa 700 Ballen Stroh gepresst. Dafür gibt es bei Familie Bosch ein eindeutiges Credo: „Beim Stroh, speziell Futterstroh, gibt es für uns keine Kompromisse. Die Qualität muss hervorragend sein.“ Der späte Drusch erleichtert diese Aufgabe nicht. Grünes Stroh oder auch früh einsetzender Tau verlangen nach einem Lohnunternehmer mit schlagkräftiger Technik. Den haben die Geislinger in der Schlaiß GbR gefunden. Die vier Brüder unterstützen ihre Kunden mit sieben LEXION und vier QUADRANT Quaderballenpressen – alles Fine Cut Maschinen, davon eine mit Vorbauhäcksler.


Das Team der Schlaiß GbR (mit M. Bosch, 4. v. l.) vor den vier QUADRANT Quaderballenpressen, die alle mit FINE CUT ausgestattet sind.

Mit Vorbauhäcksler pressen

Familie Bosch weiß die Flexibilität der Maschinen zu schätzen. „Rund 50 Ballen pressen wir mit dem Vorbauhäcksler“, erklärt Matthias Bosch. Das wird als Einstreu in den Hochboxen verwendet. Die Vorteile für uns liegen klar auf der Hand – das Stroh ist extrem kurz und weich. Zudem bleibt es, dank der feinen Struktur, lange in den Boxen liegen. Je länger das Stroh ist, desto leichter wird es von den Kühen aus den Boxen gescharrt. Ein weiteres wichtiges Plus der Häckselballen für uns: Das aufgeschlossene Material verrottet schnell und macht keine Probleme im Güllekanal.“

Für die Ernte mit Vorbauhäcksler haben die Boschs noch einen Tipp parat, um die Bröckelverluste beim Pressen so gering wie möglich zu halten. „Wir Schwaben sind sogar bei der Strohernte sparsam. Für Häckselballen machen wir die Schwade so groß wie möglich. So hat man weniger Überfahrten mit der Häckselpresse an denen die Verluste entstehen können“, erklärt der Seniorchef Jürgen Bosch.

Messereinsatz variiert

Die restlichen 650 Strohballen werden ohne Vorbauhäcksler gepresst und als Einstreu im Tretmiststall oder als Futterstroh verwendet. „Wie viele Messer wir verwenden kann ich pauschal nicht sagen“, erklärt Jürgen Bosch. „Stroh ist ein Naturprodukt, das jedes Jahr anders aus dem Drescher kommt. Das Stroh kann bei der Ernte noch grün sein oder schon völlig brüchig. Dann hängt es davon ab, ob es von einem Schüttler- oder Rotordrescher geerntet wurde. So entscheiden wir jedes Jahr neu vor Ort, ob mit halbem Messersatz (26 Messer) gepresst wird, oder ob wir FINE CUT Ballen (51 Messer) nach Hause fahren. Aber: ungeschnittenes Stroh kommt für uns nicht infrage.“

Das sehr kurze und weiche Stroh der Häckselballen bleibt lange in den Boxen liegen. Im Güllekanal macht es durch eine schnelle Rotte keine Probleme.

Kurzes Futterstroh

Für das Futterstroh ist es wichtig, die richtige Länge der Halme zu erreichen. „Ist das Stroh zu lang, lässt es sich schlecht in die Ration einmischen. Es wird selektiert und bleibt im Futterbarren liegen. Ideal für uns sind maximal 3 cm. Wie viel Stroh in der Ration ist, ist eine Philosophiefrage. Für unsere zweiphasige TMR geben wir rund 0,4 kg Gerstenstroh pro Kuh und Tag für beide Leistungsgruppen in den Mischwagen. Die Trockensteherration enthält bis zu 2,5 kg Stroh. Unseren Kälbern und auch den Absetzern stellen wir eine strohbasierte TMR zur Verfügung. Dieses Stroh ist immer mit 51 Messern geschnitten, denn die Tiere fangen schon in diesem Alter an den Pansen zu entwickeln“, so der 36-jährige Agraringenieur.

Für die Einstreu im Tretmiststall für Jungvieh wird größtenteils Weizenstroh verwendet. Auch dort ist gute Qualität gefragt. Schimmelpilze und Sporen haben hier nichts verloren.

Die Kälber erhalten eine strohbasierte TMR. Das Stroh ist dann mit 51 Messern geschnitten. Die Tiere fangen schon früh an, den Pansen zu entwickeln.

Knoten ohne Schnipsel

Aber nicht nur die Strohqualität ist den Geislingern wichtig. Jürgen Bosch schätzt an den QUADRANT Pressen auch den CLAAS Knoter. Mit dieser Technik entstehen keine Garnschnipsel. „Früher hat sich darüber niemand Gedanken gemacht. Aber jeder kann seinen Beitrag in puncto Umweltschutz leisten. Bei unseren 700 Ballen würden bei einer anderen Presse so rund 250 Meter Kunststoffgarn als Schnipsel anfallen, die dann auf dem Acker oder Hof liegen und im schlechtesten Fall im Kuhmagen landen. Das ist für uns nicht akzeptabel.“

Die neueste Errungenschaft der Schlaiß GbR kommt ebenfalls gut an in Geislingen. Die vier Brüder des Lohnunternehmens haben sich beim Neukauf für eine QUADRANT 5300  FINE CUT mit 90er Ballenmaß entschieden. „Diese Größe hat Vorteile“, so Matthias Bosch: „Die Ballen sind kompakt und gut zu handeln. Zudem sind sie rund 30 Prozent größer – das erleichtert das Bergen und erhöht die Schlagkraft.“

„Die neue Presse wurde mit einer Wiegeeinrichtung ausgestattet“, ergänzt Max Schlaiß. „So können wir dem Kunden die Mehrkosten pro Ballen einfach erklären.“

Für Matthias Bosch ist der Abrechnungspreis pro Ballen für die Wahl des Lohnunternehmers nicht der entscheidende Punkt. „Im Winter die LU abzutelefonieren und 10 Cent pro Ballen herunterhandeln, ist keine Kunst. Was man hier sparen kann, ist marginal. Unsere Energie verwenden wir lieber auf den Betrieb. Hier kann man mit richtigem Management mehr Geld verdienen.“

Der Senior nickt zustimmend und bringt es abschließend schmunzelnd auf den Punkt: „Eins habe ich in all den Jahren gelernt. Das Wichtigste am Strohpressen ist, dass der Lohnunternehmer kommt und zuverlässig gute Arbeit abliefert."


Kontakt: hendrik.henselmeyer@claas.com