Denkmalpflege

Das größte Denkmal Österreichs ist 48 Kilometer lang und bis zu 2.500 Meter hoch. Die Großglockner-Hochalpenstraße - Ein XERION 4200 hatte in dort einen ganz besonderen Einsatz.

Denkmalpflege

Das größte Denkmal Österreichs ist 48 Kilometer lang und bis zu 2.500 Meter hoch. Die Großglockner-Hochalpenstraße - Ein XERION 4200 hatte in dort einen ganz besonderen Einsatz.

Ein ungewöhnliches Denkmal

Ausgerüstet mit Schneeketten und einer Zwei-Meter-Fräse half der XERION mehr als 800.000 m3 Schnee zu beseitigen.

Es schlängelt sich durch den Nationalpark Hohe Tauern, vorbei an 30 Bergen mit über 3.000 Metern Höhe, darunter auch der Großglockner, mit fast 3.800 Metern der höchste Berg des Landes. Ihm verdankt das Bauwerk seinen Namen: Großglockner-Hochalpenstraße oder kurz Glocknerstraße. In Österreich kennt sie jedes Kind, sie ist hier so etwas wie ein Nationalheiligtum.

Ursprünglich war das 1935 fertiggestellte Bauwerk als schnelle Nord-Süd-Verbindung über die Alpen gedacht. Doch die meisten Touristen nutzen den Pass heute weniger zu Reisezwecken, sondern vielmehr als Erlebnisstraße, für die sie bereitwillig eine Maut zahlen.

Befahrbar ist die Glocknerstraße allerdings nur von Anfang Mai bis Ende Oktober. Im Winter verschwindet die Strecke unter einer bis zu zehn Meter hohen Schneedecke. Und auch in April und Mai sind die Schneemengen keineswegs geschmolzen. Unzählige Schneefräsen sind deshalb im Einsatz, um den Asphalt Schicht für Schicht von der meterhohen Schneedecke zu befreien.

Nicht ungefährlich

Peter Embacher in der Kabine des XERION 4200.

Erfahrene Bergführer gehen dabei voraus, um die für den Fahrer unsichtbaren Fahrbahnränder und mögliche Hindernisse zu markieren. Außerdem besteht an einigen Stellen Lawinengefahr, die die Führer ebenfalls im Blick haben.

 Im Jahr 2021 wurde das österreichische Räumteam von einem XERION unterstützt. Diese Unterstützung konnte das Team gut gebrauchen. Denn nach einem sehr niederschlagsreichen Winter mussten mehr als 800.000 Kubikmeter Schnee beseitigt werden. Zudem war der Schnee sehr hart gefroren, sodass den Maschinen einiges abverlangt wurde.

 Der XERION 4200 bringt mit seinen über 460 PS Leistung, der drehbaren Kabine und bis zu 2.200 Newtonmeter Drehmoment an der Zapfwelle alles mit, was bei diesem fordernden Einsatz gefragt war. Ausgerüstet mit Schneeketten und einer Zwei-Meter-Fräse schleuderte die Maschine den Schnee bis zu 50 mMeter weit im hohen Bogen von der Fahrbahn.

„Ich bin wirklich beeindruckt von der enormen Räumleistung der Maschine“

Sagt Peter Embacher. Er kann die Leistung der eingesetzten Fahrzeuge gut einschätzen. Denn er ist Technischer Leiter der Großglockner Hochalpenstraßen AG und leitet seit über 40 Jahren die jährliche Schneeräumung der Passstraße.

Nach 15 Tagen intensiver Räumarbeiten war es dann so weit. Die beiden Räumteams, die sich von zwei Seiten des Passes aufeinander zubewegt hatten, trafen sich am 10. Mai traditionell am Hochtor auf 2.504 Meter Höhe. Zwei Tage später konnten die ersten Touristen das Hochgebirgspanorama wieder per Auto genießen.

Sehen Sie die spektakulären Bilder im Video.