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Ziele erreichenCLAAS als attraktiver ArbeitgeberDie Rekrutierung und Förderung von Mitarbeitern ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Zukunft von CLAAS. Im Interview mit der landwirtschaftlichen Zeitung (dlz) erläutert Gerd Hartwig, für Personal zuständiger Generalbevollmächtigter der CLAAS Gruppe, die Bedeutung von Nachwuchskräften für das Unternehmen und seine Erwartungen an Bewerber.
Wie akquirieren Sie Ihr Personal? Wie viele Bewerbungen gehen jährlich bei Ihnen ein? Wie viele Berufseinsteiger beziehungsweise Auszubildende stellen Sie jährlich ein? Hartwig: Auszubildende, inklusive jener im Rahmen der Berufsakademie, sind es rund 70 bis 80 pro Jahr. Bei den Berufseinsteigern von der Hochschule gibt es zwei Wege: Welche Voraussetzungen müssen die Bewerber mitbringen? Hartwig: Wir wünschen uns ein hohes persönliches Engagement. Sehr hilfreich ist der Bezug zur Landwirtschaft. Ein guter Abschluss, aber auch ein Engagement über das in der Schule übliche hinaus sind Einstiegsvoraussetzungen. Englisch ist Muss. Und der Bewerber sollte mobil sein. Arbeiten Sie mit den Universitäten, FHs und Schulen der verschiedenen Länder zusammen, um Fachkräfte zu werben? In welchem Land ist, Ihrer Meinung nach, die Ausbildung am besten, und warum? Die deutschen Absolventen sind im Vergleich zu ihren europäischen Kollegen relativ alt. Sehen Sie hier Handlungsbedarf? Hartwig: Nein, wir kennen das System und leben schon lange damit. Was wir nicht mögen, ist, wenn unsere Absolventen die 30 überschritten haben. Aber wenn Menschen zwischen 23 und 26 ihre Ausbildung beenden, dann muss man nicht drängeln. Es kommt immer darauf an, was die Person gemacht hat. Hat sie Praktika vorzuweisen oder eine Ausbildung? Das Bild ist zu vielfältig, als dass ich mich nur auf das Alter konzentrieren würde. Es ist die Frage der Persönlichkeit. Wie können Universität und FH ihre Studenten fit für die Arbeit in Ihrem Unternehmen machen? Hartwig: Darüber reden wir seit Jahrzehnten. Keine Frage, die Absolventen sind sehr gute Fachleute. Was immer noch fehlt, sind Angebote, die die Persönlichkeit fördern. Das Arbeiten in einem Unternehmen besteht nicht nur aus Fachwissen, sondern auch aus dem Umgang miteinander. Da sind Dinge wie Teamarbeit oder rhetorische Fähigkeiten gefragt, die die Universitäten noch zu wenig vermitteln. Welche Betriebszweige werden in ihrer Firma zur Ausbildung angeboten? Hartwig: Bei den Azubis haben wir 26 Berufe im technischen Bereich, daneben Industriekaufmann, sowie Berufe im IT-Bereich und die Berufsakademie für Ingenieure und Betriebswirte. Für Absolventen haben wir einen viergeteilten Aufbau: Vertrieb, Technik/Entwicklung/Produktion, Controlling/Finance/Rechnungswesen und Personal/IT/Organisation. Wir sind ein breit aufgestelltes Industrieunternehmen und die Landtechnik ist der besondere Reiz. Wie hoch sind die Chancen, in der Firma übernommen zu werden? Hartwig: Wir haben kein Interesse, die jungen Leute zu verlieren. Und die Berufswege sind vielfältig. Einige gehen direkt in ihren Beruf hinein, andere studieren nach ihrer Ausbildung und eine kleine Gruppe fördern wir gezielt. Man muss sich um den Arbeitsplatz keine Gedanken machen, sondern sich überlegen, welcher Arbeitsplatz ist der geeignete und natürlich auch wo. Welche Aufstiegschancen haben Berufseinsteiger bei CLAAS? Hartwig: 70 bis 80 Prozent aller Stellenausschreibungen werden aus den eigenen Reihen besetzt. CLAAS wächst und damit auch unser Bedarf an Fachleuten. Und wir haben spezielle Förderprogramme, die die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf ihre Aufgaben vorbereiten. Sie bieten Traineeprogramme an. Können Sie erläutern, wie diese bei CLAAS ablaufen? Hartwig: Die internationalen Trainees gliedern sich in vier Schwerpunktbereiche (Vertrieb, Produktion, Finance oder Personal/Organisation). Das Programm dauert 1,5 bis 2 Jahre. Man geht dann gezielt in den Bereich, für den man sich entschieden hat. Der Trainee durchläuft sehr systematisch den gesamten Bereich. Beispiel Vertrieb: Verkaufsorganisation, Händler, Kunden, danach vertriebsnahe Bereiche wie Marketing und Verkaufsförderung und dann in den Service. Jeder muss ins Feld und die Maschinen fahren können. Am Schluss steht ein Auslandseinsatz mit drei bis sechs Monate Dauer. Sie haben gesagt, dass sich die jungen Leute durch die Traineeprogramme erst einmal finden sollen. Was meinen Sie damit? Hartwig: Nach dem Traineeprogramm sind die Menschen in alle Länder und Bereiche im Unternehmen verstreut, aber sie verlieren sich nicht aus den Augen. |
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