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Wie funktioniert ...... eine Strohballenpresse?
Zunächst einmal: Ballen ist nicht gleich Ballen. Es gibt Strohballen und Grünfutterballen, runde und eckige, große und kleine. Insgesamt geht – wie auch in anderen Bereichen der Landtechnik – bei Ballenpressen die Tendenz zu größeren Leistungen, Pressdichten und Maschinen, weshalb für das Ballenpressen immer mehr Leistungen von Lohnunternehmern übernommen werden. So erreichen die Quaderballen einer QUADRANT 2200 eine Größe von 1,20 x 0,70 x 2,40 Metern und ein Gewicht bis max. 380 Kilogramm. Die Rundballen der VARIANT sind 1,70 x 1,20 Meter groß und wiegen rund 400 Kilogramm.
Doch welche Arbeitsschritte sind nötig, damit aus losen Halmen ein fester Ballen entsteht?
Schritt 1: Die PickupZunächst muss das auf dem Boden liegende Stroh oder Grünfutter in die Presse gelangen. Das erledigt die sogenannte Pickup. Ihre flexible Bauart passt die Pickup dem Niveau des Bodens perfekt an, so dass weder der Boden noch die Pickup selbst beschädigt werden und auch keine Verschmutzungen in die Presse gelangen. Dies wird durch die großen, pendelnden Tasträder unterstützt. Sie sind an der Mittelachse der Pickup befestigt und führen sie sicher über alle Unebenheiten. Mit ihrer pendelnden Aufhängung sorgen die Tasträder dabei für einen gleichmäßigen Lauf.
Schritt 2: Das ZuführsystemHinter der Pickup sorgt ein schnell drehender Förderrotor dafür, dass die Presskammer gleichmäßig befüllt wird. Speziell Futter kann mit dem 16-Messer-Schneidrotor klein geschnitten werden. Sollte es einmal zu einer „Verstopfung“ kommen, wird schnell vom Schleppersitz aus die Drehrichtung des Rotors umgestellt, so dass der Futterstau nach vorne ausgeräumt wird.
Schritt 3: Die PresskammerDie Stahlwalzen-Presskammer ist das Herz der Ballenpresse. Das Maximum-Pressure-System (MPS-System) garantiert härteste Ballen und hohe Verdichtung im Kern des Ballens. Zu Beginn einer jeden Pressung ragen drei MPS-Walzen in die Presskammer hinein. Die Kammer ist also zunächst viel kleiner als am Ende des Pressvorganges. Das Stroh oder Grünfutter kommt schnell in Kontakt mit den rotierenden MPS-Walzen und beginnt ebenfalls sich zu drehen. Der Ballen wird auf diese Weise vom Kern her verdichtet. Die Härte des Kerns ist einstellbar, da trockenes Stroh dichter gepresst wird als feuchtes Grünfutter. Mit zunehmender Füllung werden die insgesamt 16 Walzen, die alle über eine Kette angetrieben werden, gegen den Zug starker Federn von dem größer werdenden Ballen nach oben in ihre Endposition gedrückt, bis ein Durchmesser von 1,25 Metern erreicht ist. Bei den VARIANT Modellen ist der Durchmesser von 0,90 bis 1,80 Meter einstellbar.
Schritt 4: Die BindungOb Garn oder Netz, die ROLLATEX Netzbindung spart viel Zeit, das Binden des Ballens geschieht vollautomatisch in nur wenigen Sekunden. Dabei garantiert die durchdachte Netzführung straffe Wicklungen auf der vollen Breite und bindet auch die Ränder fest mit ein. Wenn es sich um Grünfutter handelt, kann der Ballen zusätzlich mit Folie umwickelt werden. Dazu rollt er aus der Presskammer auf eine Kippmulde und wird von dieser vollautomatisch auf den Wickeltisch gehoben.
Schritt 5: Das WickelnWährend in der Presskammer bereits der nächste Ballen rotiert, legen sich in 35 Sekunden sechs Folienlagen um den ersten Ballen, um ihn luftdicht abzuschließen. Dadurch wird der richtige Verlauf der Gärung gewährleistet, um eine optimale Silagequalität zu erzielen. Sämtliche Arbeitsgänge laufen vollautomatisch ab, wobei mehrere Sensoren den gesamten Arbeitsprozess überwachen. Der Fahrer kann den Ablauf an einem Terminal in der Schlepperkabine verfolgen. Darüber hinaus kann er jederzeit auf eines der fünf Menüs zugreifen und die wichtigsten Einstellparameter per Hand schnell und einfach ändern. Binden, Heckklappe öffnen, Ballen auswerfen, Heckklappe schließen – sämtliche Abläufe lassen sich über den COMMUNICATOR steuern. |
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